Schallschutzfenster sorgen für Ruhe im Haus

Damit endlich wieder die langersehnte Ruhe einkehrt, helfen Schallschutzfenster. Sie ähneln vom Aufbau her gewöhnlichen Isolierglasfenstern, unterscheiden sich jedoch im Detail: Unterschiedlich dickere Scheiben, Folie oder Gießharz zwischen den Gläsern und eine schalldämmende Rahmenbeschaffenheit lassen lauten Straßenlärm außen vor. Gute Modelle mit Doppelverglasung reduzieren den Krach dabei ähnlich stark wie eine massive Wand.

Aber Achtung: Nicht jedes Schallschutzfenster ist für die individuelle Wohnsituation geeignet. Dämmt ein Fenster den Schall zu stark, sodass gar kein Außengeräusch mehr ins Haus dringt, kann man sich dort schnell isoliert fühlen. Entscheidend ist der Einbau eines Modells der richtigen Schallschutzklasse. Für das Ruhezimmer auf dem Lande genügt ein Fenster der Klasse 2, das den Lärm um 30 bis 34 Dezibel reduziert. Für die großstädtischen Schlafzimmer in der Nähe von stark befahrenen Straßen darf es gerne ein Verbundfenster mit zwei Dichtungsebenen der Klasse 5 sein. Es schwächt den nervigen Verkehrspegel um satte 45 bis 49 Dezibel ab. Insgesamt werden sechs Klassen unterschieden.

Fachmann kann wertvolle Tipps geben

Das beste Schallschutzfenster hilft allerdings wenig, wenn beim Einbau gepfuscht wird. Ein minimaler handwerklicher Fehler, zum Beispiel bei der Platzierung im Mauerwerk, genügt – schon ist die Stille dahin. Lärmgequälte Menschen sollten sich deshalb einem Fachmann anvertrauen. Der weiß nicht nur, welches Fenster für welche Gelegenheit am besten geeignet ist und worauf es beim Installieren und Warten ankommt, sondern er kann darüber hinaus weitere hilfreiche Ratschläge geben. Denn Menschen, die an stark befahrenen Straßen, in Einflugschneisen von Flughäfen oder an Bahntrassen leben, werden mitunter sogar mit staatlichen Fördermitteln finanziell bei der Investition in Lärmschutz-Maßnahmen unterstützt.

Nachfragen lohnt sich also doppelt – für mehr Lebensqualität und einen relaxten Feierabend.